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Curveman: Dschungelcamp oder 0% Silikon

Schleife
by SugarShape

Jetzt ist das Dschungelcamp vorbei und die Leistungsschau der internationalen Silikonindustrie kann weiterziehen. Es ist ja schon ironisch zu sehen, dass fast zur gleichen Zeit eine französische Firma ihre “unter die Haut gehenden” Produkte zurückrief. Das ist ja nicht so einfach wie bei VW, wenn sich mal ein Dichtungsring als unzureichend erweist, sondern ungleich aufwendiger. Also, bitte bei der Werkstatt, bzw. beim Arzt melden. Ich finde es auch bemerkenswert, dass hier Industriesilikon verwendet wurde, welches sonst gute Dienste beim Abdichten von, sagen wir, Abfalltanks in der Petrochemie, leistet.

Ich gebe hier offen zu, dass ich auf künstliche Brüste überhaupt nicht stehe. (Selbstverständlich sind die Möglichkeiten durch Implantate in der rekonstruktiven Chirurgie nach einer Operation eine tolle Sache, aber darum geht es hier natürlich nicht.)

Warum ich Silikonbrüste nicht mag? Sie sind nicht echt, sie sind künstlich! So einfach ist das für mich! Auch wenn es sehr gelungene “Modelle” gibt, so ist das eigentlich noch viel schlimmer. Das ist wie Analogkäse, der von echtem Käse nicht zu unterscheiden wäre.

Ein ganzer Zweig der Chirurgie lebt mittlerweile ganz gut davon. Skrupellos und einfach nur profitgeil wie beim Fall von “Sexy Cora” (ihr kennt die Geschichte), pfuschen sogenannte Ärzte  an Menschen herum. Ihre Patienten,  wohl von einem überwältigen Gefühl von Minderwertigkeit angetrieben, wenden sich an die Verschönerungsprofis in weiß. Was mich interessiert, ist der Antrieb von Frauen, die eine sogenannte Risikooperation und einen Haufen Geld ausgeben, um einem medial verordneten Ideal zu entsprechen.

10.000€ für Gina Wilds Brüste,
15.000€ für Demi Moores Dinger,
25.000€ für Jennifer Anistons Busen.  

(Die Kosten für die OP hat nicht unbedingt etwas mit der Implantatgröße zu tun. Das Zeugs ist günstig, gibt es in jedem Baummarkt)

Ich frage mich, ob die Hemmschwelle medial immer niedriger gelegt wurde, so dass man als Frau die Option der Selbstverbesserung als akzeptables Angebot annimmt?
Warum nicht, ist doch eine schöne Sache, denkt vielleicht das 20 jährige Mädchen oder die ältere Frau. Nein, möchte ich es herausschreien, so laut ich kann:

Es ist keine schöne Sache!

Es ist eine erste, aber  deutlich sichtbare Form der Cyborgisierung des Menschen. Cyborgs sind ja eigentlich nur ein Vision, in der Menschen durch den Einsatz von Technik leistungsfähiger gemacht werden. Doch hier wird es ein Stück weit Wirklichkeit, wenn man Leistungsfähigkeit mit vermeintlicher Attraktivität ersetzt.

Bitte mal herhören: Dein Busen ist schön! Ob nun A oder K, ob er hängt oder steht, große Nippel, kleine Nippel. Alles ist gut, alles richtig. Scheißt auf die Industrie, die euch einschüchtern will und scheißt auf Mediziner die euch zynisch gesagt “helfen” wollen.

Als ich gestern unter der Dusche stand, nahm ich mein neues Shampoo und wusch mir die Haare. Auf dem Label stand ein schönes Qualitätsversprechen.

0% Silikon
Finde ich gut, nicht nur beim Haarewaschen!

 
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