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Reisebericht: Produktion China

Schleife
by SugarShape

Ihr wollt wissen wie und wo unsere Wäsche hergestellt wird?
Dann lest hier das Reisetagebuch von unserem Mitarbeiter Christian.

Dienstag

Hong Kong ist eine unglaubliche Stadt. Man landet auf einem supermodernen Flughafen, der auf einer künstlichen Insel entstanden ist und fährt mit einem extrem schnellen und komfortablen Zug (in dem es übrigens ein kostenfreies HighSpeed Wifi gibt) in die etwa 40km entfernte Stadt. Hamburg wirkt mit seiner Infrastruktur dagegen fast schon mittelalterlich.

Wenn man glaubt, dass es auf dem Times Square schon viele Leuchttafeln und Neonreklamen gibt, der war noch nie in den Einkaufsstraßen von Hong Kong. Selbst am helllichten Tag wird alles in ein unwirkliches „Toy Story“- Licht getaucht. Doch ich war ja schließlich nicht in dieser faszinierenden Stadt, um einen Schaufensterbummel nach dem anderen zu machen, sondern um in unseren Produktionsstätten nach dem Rechten zu sehen und mich mit unseren chinesischen Partnern zu treffen.

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Mittwoch

Mit einem Auto geht es über die Grenze nach China, genauer nach Dongguan. Ich hatte mir die Industriestätte China, speziell in dieser Ecke, viel trostloser und dreckiger vorgestellt. Genau genommen sieht es in einem Industriegebiet in Deutschland nicht wirklich anders aus. Nach einer zweistündigen Fahrt stehen wir vor einem großen Tor aus Edelstahl und werden freundlich vom Sicherheitspersonal begrüßt. Irgendwie erinnert mich die Fabrik an meine alte Schule. Ein Betonklotz mit großen Fenstern, langen verwinkelten Fluren. Der Fabrikbesitzer kommt uns freundlich entgegen. Der für chinesische Verhältnisse große Mann mit kurzen dunklen Haaren und sportlicher Kleidung bittet uns in sein Büro. Auf dem Weg dorthin sehe ich zu meiner Verzückung ein riesiges Aquarium. Unsere Übersetzerin erzählt uns, dass der Platz vor den Fischen ein beliebter Ort für die Mitarbeiter zum Entspannen und Tee trinken sei.

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Apropos Tee! Ich habe mich sehr auf die Tee-Zeremonie gefreut und werde Zeuge, wie unser Fabrikbesitzer mit viel Geschick das chinesische Nationalgetränk in winzigen Tassen serviert. Nach der gefühlten zwanzigsten Tasse habe ich endlich verstanden, dass ich eine volle Tasse stehen lassen muss, um nicht immer wieder einen ungewollten Refill zu bekommen.

Es folgte eine ausgiebige Fabrikbesichtigung. In großen, hellen Räumen wird fleißig genäht, zugeschnitten und schließlich verpackt. Ich stelle Fragen an die Arbeiter, mache Fotos, sammele Informationen über die Prozesse und die vielen Arbeitsschritte, die ein BH durchläuft. Selbstverständlich werden in unserer Fabrik die gesetzlichen Pausenzeiten eingehalten. Es gibt eine vernünftige Entlohnung, das Mindestalter von 14 Jahren gilt und natürlich gibt es auch Urlaub. Bei den BH Näherinnen gibt es sogar Abwerbungsversuche anderer Betriebe und unser Fabrikbesitzer hofft jedes Mal, dass nach den großen Ferien (in China ist dies die Zeit nach dem Neujahrsfest), alle Arbeiter wieder vollzählig zur Arbeit kommen.

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Zusammen mit unserer Agentin besprechen wir die kommenden Kollektionen, die Liefertermine und die besonderen Herausforderungen bei der Herstellung unser Big Cup Größen. Wisst ihr zum Beispiel, dass die Färbung des Stoffes Auswirkungen auf die Elastizität hat? Dies fließt alles in unsere Entwicklung ein. Es geht schließlich darum, die besten und komfortabelsten BHs der Welt herzustellen. 😉

Die Arbeitsbedingungen in unserer Fabrik sind mehr als in Ordnung. Klar, hier wird eine anspruchsvolle, handwerkliche Arbeit unter Zeitdruck gemacht. Bestimmt ist nach dem hundertsten BH die Arbeit auch monoton, aber es wird gelacht, die Türen stehen weit offen und es ist sauber und hell.

Ich erzähle dem Fabrikbesitzer von den Zukunftsvisionen von SugarShape, zeige ein kleines Video, welches wir extra aufgenommen haben. Unser Mann in China lacht oft und bemerkt, wie hübsch die beiden Gründerinnen sind. Recht hat er!

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Donnerstag

Ich bin wieder in Hong Kong. Bei der Einreise erlebe ich ein Szenario wie in einem Katastrophenfilm. Die Tür unseres Autos wird geöffnet und eine Frau mit Mundschutz hält mir ein Fiebermessgerät vor die Stirn. Wie gut, dass ich kein Fieber habe. Etwas verunsichert frage ich unsere Agentin, was passiert wäre, wenn ich Fieber gehabt hätte? Ein wenig Stirnrunzeln, und als Antwort: ein Zwangsaufenthalt in einem chinesischen Krankenhaus. Wie schön, dass ich so gesund war.

Freitag

Langsam heißt es Abschied nehmen von der schillernden Metropole am chinesischen Meer. Kowloon ist der Stadtteil, in dem mein Hotel ist. Und selbst von diesem kleinen Gebiet habe ich nur ein Bruchteil gesehen. Ich hätte noch viele Wochen mit dem Erkunden dieser Stadt zubringen können. Ein Trost bleibt, der nächste Trip ist schon fest eingeplant! :-)

 
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