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Muttertagswoche: 24 h schwanger als Mann

Schleife
by SugarShape

Hallo, ich bin Christian, 48 Jahre alt und Vater eines 2,5 Jahre alten Jungen.

Für diesen einen Tag trage ich eine „Schwangerschaftsbauch-Attrappe“. Knapp fünf Kilo schwer und stattliche Maße. Der Umfang meines Bauches ist wirklich enorm. Ich schätze nur noch eine Woche bis zur Entbindung! Mein erster Eindruck: Hilfe, ich sehe nur noch Bauch! Schrecklich! Als figurbewusster Mensch ist diese Metamorphose eine einzige Zumutung. Da trainiert man täglich hart, strafft die Bauchmuskulatur und dann so etwas…

24stunden-schwanger-mann-experiment

9:00

Ich versuche aus dem Bett zu kommen. Das fällt mir ja ohnehin schon schwer, doch jetzt wird es wirklich zu einer Herausforderung. Mühsam schiebe ich mich zur Bettkante. Es ist schon blöd, wenn man seine Füße nicht sieht. Der Gang ins Bad ist schon eine echte Leistung. Richtig duschen kann ich natürlich nicht, der Bauch ist ja nur eine Attrappe. Doch ich kann mir vorstellen, dass dies auch nicht so ganz einfach ist. Ich vermute, dass das ganze Wasser nur auf dem Bauch landet und die anderen Körperteile darunter trocken bleiben. Irgendwie nicht so cool.

9:30

Ich lege meine Garderobe an. Ich schiebe einen extra weiten Pullover über meinen XXL Bauch. Richtig blöd wird es beim Schuhe anziehen. Ich kann meinen Oberkörper einfach nicht genug nach vorne beugen. Klettverschlüsse wären jetzt praktisch, oder Pantoffeln oder ein netter Mensch, der mir diese Tätigkeit abnimmt (Schatz! Kommst Du mal?)

Nächstes Thema: Hose! Ich habe leider keine passende Schwangerschaftshose zur Hand. Auch meine weiteste Jogginghose streikt, als ich sie über den Bauch ziehen möchte, also wird es eine Jeans, die ich unter dem Bauchansatz fest zurre. Sieht irgendwie nach jugendlichem Hip Hopper aus, aber anders geht es nicht. Fazit: Was sonst in ein paar Minuten erledigt ist, kann schon mal locker ne Viertelstunde dauern.

10:00

Der Weg in mein Büro besteht zum Glück nur aus „einmal die Treppe hoch“. Dies erspart mir das Autofahren / in den Bus steigen /die Bahn nehmen. Alles Dinge, die ich mir äußerst anstrengend vorstelle.

So, schnell einen Tee gemacht. Schnell? Nein! Einfach? Auch nicht. Man muss alles mit ausgestreckten Armen machen. Man fühlt sich ein wenig wie Frankensteins Monster.

„It`s alive, it`s alive“! Alles ist eng, man stößt überall gegen. Ich habe ja nur eine billige Attrappe auf meinem Bauch montiert, wie viel schwieriger fühlt es ich wohl an, wenn man ein ungeborenes Kind vor sich trägt? Am Schreibtisch ist es nicht viel besser. Meine Arme sind fast komplett gestreckt, das ist nicht nur unbequem, sondern tut schon nach kurzer Zeit richtig weh.

12:30

Essen machen. Ich habe mir eine fünf Kilo Hantel unter den Schummelbauch geschoben, um alles noch ein wenig realistischer zu machen. Automatisch entsteht bei mir der typische Watschelgang und das extreme Hohlkreuz einer Schwangeren. Immer schön den Bauch nach vorne. Der schwangere Bauch ist so schon immer eine halbe Stunde vor dem Rest des Körpers am Ziel.

Ich stehe am Herd und erwärme eine Suppe. Auch hier gilt das Gesetz des ausgestreckten Arms. Ich sehe aus wie ein Dirigent, der verzweifelt versucht, sein Orchester im Takt zu halten. Nach dieser anstrengenden Tat esse ich weit zurückgelehnt, fast liegend, mein kleines Mahl. Gar nicht mal so unangenehm, wenn nicht die Strecke vom Teller zum Mund so lang, zu lang wäre. Der tolle XXL Pulli hat ein paar schöne Flecken abbekommen. Macht nichts, alles für die Wissenschaft.

16:00

Ich sitze schon wieder zwei Stunden am Rechner, schreibe Texte, beantworte Mails. Immer wieder muss ich meinen verkrampften Körper entspannen. Doch aufstehen ist jedes Mal ein kleines Kunststück. Es ist mehr eine Mischung aus verunglücktem Limbodance und einer Paraodie eines extrem übergewichtigen Greises.

18:00

Endlich Feierabend! Langsam schiebe ich meinen Bauch durch die Wohnungstür und lasse mich völlig erschöpft auf das Sofa gleiten. Entspannung pur? Ne, nicht so ganz. Irgendwie stört auch hier der Bauch ganz gehörig. Ich drehe mich auf die Seite, und hier ist der Schmerz vom Rücken tatsächlich erträglicher. Jetzt liege ich hier, und fühle mich so mobil wie ein Findling. Doch irgendwann muss man ja wieder aufstehen, spätestens wenn man mal für kleine Jungs muss, oder schwangere Jungs oder wie auch immer… Auch das ist eine echte Herausforderung!

Danach bin ich wieder auf dem Weg zum Sofa… oder gleich ins Bett?

Ich entscheide mich für das Bett, schön in die stabile Seitenlage. Morgen ist wieder alles vorbei und ich bin den Bauch wieder los. Ihr Frauen dort draußen, die ihr so schwanger und so tapfer seid, Respekt – nichts als Respekt!

Schön, dass wir Männer einen anderen Plan in der Fortpflanzung haben. Danke!

 
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3 Comments

 
  • Ich finde es klasse, dass du dieses Experiment gemacht hast . :-)
    Ich denke auch das es gut so ist : Männer haben den anderen Plan in der Fortpflanzung :-)

    Wir übernehmen gerne den anderen Part 😉

    Am Ende sind wir alle Glücklich <3

  • Und du vergisst, das der echte „Bauch“ auch noch tritt, gern einmal in die Blase. Des weiteren kriegt man auch nicht so gut Luft, essen sollte man am Ende auch nicht mehr viel und die dicken Beine im Sommer inklusive der ja auch gewachsenen Brüste sind dir auch erspart geblieben. Aber als Eindruck sicher interessant!

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