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Hast Du ’n Problem(zone)?!

Schleife
by SugarShape

Immer wieder stolpere ich über das Wort „Problemzonen“. Sie sollen kaschiert, versteckt oder bekämpft werden, aber wer entscheidet, was eine Problemzone ist oder eine … ja, wie nennt man die Stellen am Körper, die keine Problemzonen sind… Lösungszonen? Es gibt also ein Wort für die Partien an unserem Körper, die nicht der aktuellen Norm von perfekter Schönheit entsprechen, aber kein Wort für die anderen „unproblematischen“ Körperteile? Das allein ist schon ein paar Gedankengänge wert.

Aber jetzt mehr zu dem Wort „Problemzone“. Viele finden ihre Schenkel zu dick, ihren Bauch zu rund, die Brüste zu klein, die Haare zu dünn, die Nase zu groß oder die Knie zu knubbelig. Ich könnte jetzt endlos lang weitere vermeintliche Problemzonen aufzählen, aber warum lassen wir uns diese Regionen schlecht reden? Wer hat denn ein Problem mit unserer Cellulite, unseren Dehnungsstreifen, unserer BH-Größe? Ich eigentlich nicht… Sie beeinträchtigen mich nicht im Alltag, gelten in anderen Kulturen sogar als erstrebenswert und machen uns zu dem, was wir sind – Menschen, individuelle Schönheiten.

Es gibt viele Stars, die ihre angeblichen Problemchen zu ihrem Markenzeichen gemacht haben – Lara Stone’s Zahnlücke, das Muttermal von Cindy Crawford oder der Po von Kim Kardashian, der übrigens sogar schon einen eigenen Twitter Account besitzt.

Wenn ihr mal im Bekanntenkreis herumfragen würdet, interessiert es niemanden, ob ihr kräftige Oberschenkel habt oder Eure Ohren abstehen, dadurch seid ihr nicht weniger lieb, witzig, vertrauenswürdig oder stark. Manche werden Euch um genau das sogar beneiden, weil es Euch besonders macht oder sie ein genau umgedrehtes „Problemchen“ haben. Nehmen wir mal eine Frau mit einer sehr großen Oberweite und eine Frau mit einer sehr kleinen Oberweite. Oft sehen beide ihre Brüste als Problemzone und würden sofort mit der anderen tauschen, wenn sie könnten. Also wer redet diesen beiden Frauen ein, dass sie, so wie sie sind, nicht okay sind? Medien, der nahe Umkreis, die Werbung? Unsere Gesellschaft, also wir, definieren, was schön ist und das ändert sich heutzutage schon beinahe im Minutentakt.

Schlank soll man sein, aber kurvig und nicht zu dünn, aber auch nicht über eine Größe 38 tragen… dabei sollte es eher heißen: Schlank soll man sein oder kurvig oder dünn oder über Größe 38, ganz egal, hauptsache gesund und glücklich.

Es geht mir hier nicht darum, zu sagen, dass man seinen Körper nicht verändern darf oder ihn in den eigenen Augen optimiert, denn ich liebe zum Beispiel Sport und Fitness und lege viel Wert auf meine Ernährung. Ich merke es auch, wenn ich mal Nichts für meinen Körper tue und fühle mich daraufhin dann auch unwohl, aber ich schätze jeden einzelnen Zentimeter meiner Beine, die mich 10km weit ohne Pause rennen lassen, und jeden Millimeter meiner Haut, die auch nach jedem kleinen Kratzer oder größerem Schnitt alles dafür gibt, mich wieder heil zu machen, auch wenn ein paar Narben übrig bleiben. Und wie bewundernswert sind bitte Bäuche? Besonders nach einer Schwangerschaft, wenn sie innerhalb weniger Tage und Wochen, fast wieder auf ihre vorherige Größe schrumpfen und alles, was sie hinterlassen, sind ein paar Dehnungsstreifen. Und das soll dann eine Problemzone sein? Hallo? Da war ein Kind drin! Diese Frau macht Menschen!! Meiner Meinung nach verdient dieser Bauch eher einen Award als den Stempel „unperfekt“.

Klar können wir uns schwer von diesen Idealvorstellungen losreißen, die uns ständig umgeben, lesen gerne Klatschpresse, sehen Stars ungeschminkt, lästern und finden uns manchmal hässlich, weil wir einfach so erzogen worden sind, aber oft hilft es schon, sich ins Gedächtnis zu rufen, dass unser Körper nicht nur dafür da ist, auf eine bestimmte Art und Weise auszusehen, sondern um zu leben und das macht der wirklich verdammt gut!

Versucht doch einfach mal einen Tag lang nicht negativ über Euren Körper zu denken und auch nicht über andere – dann versucht es eine Woche lang usw… Gebt anderen Frauen ernstgemeinte Komplimente, gebt Euch selbst Komplimente, jeden Tag! Glaubt mir, es lohnt sich!!

Denn fragt man eine Frau, was ihre Problemzone sei, dann findet jede eine Antwort…

Schrecklich, oder?

Meine Problemzone ist klar, unsere Gedanken, die Gesellschaft.

Meine Problemzone ist die Gesellschaft

 
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3 Comments

 
  • Hi,

    meine Problemzone heisst viel zu grosser Busen, bei 1,63cm und 60 Kg ne OW von 111cm..dann sagt die Verkäuferin beim BH kauf…ist Busen ist zu groß…sehr schlauer gedanke, wäre ich nicht selbst drauf gekommen, bin 36 Andrea

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