Header
Header
bubble

Barbie vs. Durchschnittsfrau!?

Schleife
by SugarShape

Vor einiger Zeit kursierten Fotos von einer Barbie-Version ohne Make Up.

Bild: Nickolay Lamm

Jetzt hat sich der Künstler Nickolay Lamm an ein neues Projekt gewagt:

Wie würde Barbie aussehen, wenn sie nach den Maßen einer Durchschnittsfrau hergestellt werden würde?

Schauen wir uns zunächst an, wie eine lebendige Frau als Barbie aussehen würde und was dieser Körper für Konsequenzen hätte. (siehe Bild, welche Veränderungen bei dieser Frau stattfinden müssten, um Barbies Körper zu erlangen)

Barbie und eine Durchschnittsfrau

© Twitter/sbadsgood

Wäre Barbie eine reale Frau, würde sie in etwa folgende Maße haben:

Körpergröße: 170cm

Gewicht: 54kg

Brust: 94cm

Taille: 45cm

Hüfte: 86cm

Dabei wurde die Taille und die Hüfte im Jahre 2000 bereits verbreitert (und sie hat einen Bauchnabel bekommen)…

Es ist keine Diskussion um schlank oder mollig, kurvig oder androgyn. Es geht um unrealistische Proportionen, die seit Jahrzehnten durch dieses Kinderspielzeug propagiert werden… und das ganz ohne Photoshop! 😉

Bei meiner kleinen Recherche sind mir immer mehr Statistiken, Vergleiche und Annahmen in die Hände gefallen:

Da Barbies Hals doppelt so lang ist als der einer realen Frau, könnte sie ihren Kopf theoretisch nicht selbstständig halten. Ihre Beine sind 50% länger als ihre Arme – ein Verhältnis, das bei der Durchschnittsfrau nur ca. 20% Unterschied beträgt. Zusätzlich würde ihre Anatomie sie dazu zwingen, auf allen Vieren zu laufen, da ihre Füße im Verhältnis zu ihrem Körper zu klein sind. Ihre Taille ist so schmal (schmaler als ihr Kopfumfang), dass sie nur Raum für eine halbe Leber bieten würde. Barbie würde unter ständiger Diarrhö leiden, hätte keine Menstruation und würde schlußendlich einfach nicht lebenstauglich sein.

Pro Sekunde werden 3 Barbies verkauft – der Bekanntheitsgrad in Deutschland liegt bei 100% – ein Mädchen besitzt im Schnitt 7 Barbie-Puppen – wir sind damit aufgewachsen und unsere Kinder werden es wahrscheinlich ebenfalls.

Ist das ein Körperbild nach dem junge Mädchen streben sollten? Inwieweit beeinflusst es das Selbstbewusstsein und das Selbstbild von Kindern und auch von Erwachsenen?

Eine Barbie-Puppe, hergestellt nach den Durchschnittsmaßen der Frauen, würde laut Nickolay Lamm also so aussehen:

 (Bilder: Nickolay Lamm)

Ist das eine zukünftige Alternative?

Sollte Barbie neue Proportionen bekommen?

Übrigens: Ken dürfen wir hier nicht ausschließen, aber seine Proportionen sind schon eher nach einem realistischen Körperbild gefertigt.

Wie ist Eure Meinung zu dem Thema?

 

 
commentscomments fb twitter
 

16 Comments

 
  • Das Barbie unwirkliche Proportionen hat ist ja nichts neues, aber das es so extrem ist… Ich denke eine Barbie mit anderen Proportionen wäre auf jeden Fall ein guter Anfang die Wahrnehmung über kurvige (echte!) Frauen zu verändern. Kindern sollte von Anfang an ein realistisches Körperbild vorgelebt werden, wenn das Spielzeug, das sie täglich um sich haben aber ein ganz anderes Bild zeigt, wird es schwierig dieses realistische Bild zu vermitteln.

  • Hey, das ist ja echt krass. Ich finde, dass die ungebrochene Faszination von Barbie auch Bände über unser Verhältnis zu Frauenkörper sprechen. Als Junge wollte ich auch aussehen wie Big Jim. Kennt Ihr den noch? Big Jim war die männliche Antwort auf Barbie. Doch im Gegensatz zu Barbie kann man die Proportionen mit einem Abo in der Muckibude und reichlich Steroide tatsächlich erreichen (Nachteil: ein früher Tod durch Herzversagen und Schrumpfhoden) Ich finde die überarbeitete Barbie übrigens richtig knackig 😉

  • Oh man, ist ja echt extrem, dieser deutliche Unterschied. Ich finde, gerade auf dem letzten Bild sieht die Durchschnittsfrau-Barbie deutlich besser aus.

    Zur Frage: Sollte Barbie neue Proportionen bekommen?

    Eindeutig: JA!
    Kinder sollten schließlich bereits früh lernen, dass sie absolut normal aussehen.

    Barbie muss nicht genau nach Durchschnittsmaßen gefertigt sein, aber wenigstens annäherend nach dem Durchschnitt oder so, dass es wenigstens realitätsnah ist. Also auf jeden Fall den Hals und Beine verkürzen und Hüfte und Taille verbreitern. Zudem die Augen etwas verkleinern (wie oben auf den Bildern), ich denke, dass wäre so in Ordnung. 😉

  • It is all about proportions. Barbie doesn’t look that weird when you are playing with her until you compare her to these more realistic proportioned versions. I do prefer the more realistic ones and think that girls are bombarded with enough in life that starting them with proportionately correct Barbies would be an easy fix and helpful for their self esteem. Good post!

  • Die ’neue‘ Barbie sieht meiner Meinung nach viel besser aus als die, an die wir seit Jahrzehnten gewoehnt sind. Ich muss eine der wenigen Maedchen in Deutschland oder vielleicht ganz Nordeuropa gewesen sein, die NIE auch nur eine einzige Barbie besessen hat. Ich fand immer, dass die schrecklich aussahen. Und dieses unrealistische Frauenbild sollte man vielleicht, gerade mit Hinblick auf Anorexia nervosa, nicht weiter aufbauen. Ich muss ‚curveman‘ Recht geben, dass die ueberarbeitete Barbie viel knackiger aussieht als die alte. Aber das ist vielleicht auch nicht akzeptabel. Sollen Kinder mit knackigen Frauenkoerpern spielen? Vielleicht ist die ueberarbeitete Version eher ein Spielzeug fuer erwachsene Maenner??

  • Ich bin mit Barbie groß geworden. Hatte mehrere Exemplare davon. Ich habe sie geliebt. Und ich denke nicht, dass mein Gesamtbild von einer Frau sich dadurch beeinflusst hatte.
    Das Problem mit ihrem Körper, oder die Sicht auf was schön ist und was nicht, beginnt nicht bei Barbie oder Baby Annabelle. Sondern dann, wenn die Mädchen beginnen in Magazinen zu blättern.
    Von Girl über Bravo zu Instyle oder Gala um nur einige hier zu nennen.
    Dann, wenn die Kinder richtige Idole, Vorbilder suchen – DANN wird es kritisch. Und wenn dann ein Foto noch bearbeitet ist mit Photoshop, dann wird es brisant. Das sind unsere Feindbilder. Daran müssen wir ansetzen – nicht am Spielzeug.
    Aber am wahren Leben!

    Von mir aus kann sie so bleiben wie sie ist – sie darf das!

    • Da bin ich ganz deiner Meinung. Hatte seinerzeit selber etliche Barbies, hab die Dinger geliebt, aber ich hab nie gedacht, das Barbie die Ideale Frau darstellt. In dem Alter denkt man über sowas einfach nicht nach, daher finde ich es Quatsch, einem Spielzeug die Schuld zu geben.

  • Ich finde die Barbie mit realen Maßen wesentlich ansprechender muss ich sagen. Kindern wird schon damit früh vorgelebt, dass eine Frau mager sein muss. Mit keiner Diät schafft man jedoch Barbiemaße, denn die Proportionen stimmen überhaupt nicht bei der normalen Puppe. lol

  • Ich schließe mich Frida an, klar Barbies Maße sind unrealistisch und auch ich hatte eine Menge Barbies, die ich gehegt und gepflegt habe.
    Aber wenn ich an mein anderes Spielzeug aus jungen Tagen denke, dann war das da auch nicht anders. Abgesehen von Baby Born haben fast alle Kinderspielpuppen schöne geschwungene Wimpern, ein bisschen Rouge und schön getönte Lippen. Nicht ganz der Realität entsprechend. Der Punkt ist: Kinderspielzeug lädt ein in eine Fantasiewelt und ich finde der Aufhänger für das unrealistische Idealbild einer Frau wird uns nicht durch Barbie, sondern durch Werbung, Plakate & co eingetrichtert.
    Gedanken über mein Aussehen, was ich trage und wie ich auf andere wirke, begann ich mir vielleicht in der fünften Klasse zu machen und da war ich noch weit entfernt von Schminke, Creolen und Hüfthosen. Aber empfänglich für Medien und ich behaupte, dass die uns noch viel mehr in der Hand haben. Barbie ist eine Puppe, Miranda Kerr dagegen eine echte Frau, die mir regelmäßig gephotoshopt von Plakaten mit ihren Traummaßen entgegengestrahlt. Das ist Verzerrung der Realität!

    P.S.: Ich wollte auch als Kind nicht aussehen wie Barbie – Jasmin (Jasmin & Aladin) hat mich viel mehr fasziniert 😉

  • Bis auf den kürzeren Hals finde ich die neue Variante viel ansprechender. Und verstecken muss sie sich auch nicht.

    Barbie hatte mal ne kleine Schwester. Oder Nichte oder was das war. Die war glaub ich auch realistischer.

  • Barbie ist noch immer eine „Kunstfigur“ bei der auf Rerduzierung/Stilisierung ( http://de.wikipedia.org/wiki/Stilisierung ) zurückgegriffen wird, genau so wie bei Comic-Figuren. Oder würde sich jemand über die Anatomie von Asterix und Obelix beschweren?
    Ich glaube nicht, dass Barbie ein realistisches Bild übermitteln will.

    Den größten Einfluss auf Mädchen haben ihre Mütter und da fängt es doch schon an. Ich glaube, die wenigsten Mütter haben eine Einstellung, die nicht zur Eitelkeit neigt. Eitelkeit die vorlebt, was weiblich ist und was nicht, vor allem zum Kontrast Jungen und Mädchen. Es liegt bei uns, ob wir mit unseren Kindern über Einflüsse in den Medien sprechen oder ob wir uns selber davon beeinflussen lassen, anstatt das Problem auf Barbiepuppen zu schieben. Es sind ja nicht nur die Medien, sondern unsere ganze Gesellscaft ist darauf aufgebaut zu selektieren. Schön & hässlisch, reich & arm, schlau & dumm, Gewinner & Verliere. Und in unsere Gesellschaft wird der Druck immer höher zu den „Gewinnern“ zu gehören. Dieser Wettbewerb sollte endlich aufhören. Jeder Mensch ist wertvoll.

    Und WTF? Ich habe einen sehr langen Hals und lange Beine im Vergleich zu der „realistischen“ Barbie. Muss ich mich jetzt schlecht fühlen? Ein Frauenbild durch das andere auszutauschen, ist bestimmt nicht die Lösung. Außerdem ist die „realistische“ Barbie ziemlich kurvig. Solche Kurven hat auch nicht jede Frau und nun?
    Ich denke es ist den Kindern egal wie Barbie aussieht. Früher war es eine Stoffpuppe mit Knopfaugen, heute ist es Barbiel. Den Kindern wäre es egal, mit was sie spielen.

  • Sorry, für die Tippfehler. 😛

    Was ich noch ergänzen wollte: Ich finde es echt interessant, dass an dem Gesicht von Barbie nichts geändert wurde. Die „Durchschnittsfrau“ hat bestimmt nicht so ein Gesicht. Genau so wie das Model oben auf dem Foto bestimmt auch nicht dem Durchschnitt entsprich. Heuchlerisch, finde ich das. :/

    • sehr gut „sweet“! genau meine meinung!

      ein frauenbild durch ein anderes genauso dem schönheitsideal entsprechendes bild auszutauschen ergibt eigentlich wenig sinn…
      vor allem wenn das neue modell dem „sexobjektideal“ von den kurven her näher ist…!
      ich meine, ja vielleicht macht man sie dadurch „realistischer“ ok, aber dann muss man/frau, meiner meinung nach, zuerst einmal bei diesem typischen werbungs-gesicht anfangen.
      ich finde außerdem, es sollte einfach verschiedene barbies geben- mal groß mal klein, lange nase, schiefe nase, dick und dünn (nur nicht so übertrieben dürr wie die echte barbie) und so den kindern vermitteln, dass es unterschiede gibt und dass alles NORMal ist!
      ich denke schon, dass manche kinder von der barbie ein gewissen bild vermittelt bekommen, aber das eigentliche problem ist unsere gesellschaft, der unterschwellige sexismus- bzw. die objektivierung und vermarktung des weiblichen körpers oder gesichts. außerdem degradieren sich (gerade wegen diesem lookism) viele frauen selber dazu, annerkennung durch ihr aussehen bekommen zu wollen bzw. richten nach dem schönheitsideal unserer gesellschaft und streben immer mehr nach perfekten „puppenhaften“ zügen…

  • Ich finde die Idee sehr gut und mrig efällt, dei neue barbie auch besser. Ich habe auch das Video gesehen mit Schulkidnern, die sehr begeistert auf die neuen Puppen reagiert haben. Gleichezeitig stimme ich jedoch auch liliane zu: Es sollte verschiedenen Barbeis geben: Größe, Gesichter, Hautfarbe usw, aber man kann auch nicht alles auf einmal verändern. Vielleicht ist das mal ein Anfang, so lang gibte s diese babrie ncoh gar nciht udn aknn weiter ausgebaut werden, wenn nicht von Nickolay Lamm, vielleicht von jemand anderen. Vielelciht gibt es ja eiens tages, ganze Familien solcher Puppen.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


 

Copyright © Sugarshape GmbH
© The Curvy Blog All rights reserved. Sharing of information from this site is acceptable for non-commercial purposes provided that proper crediting links are
included. No PDF downloads or full tutorial content may be distributed without written permission.