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Curveman: Atombusen (oder was geschah wirklich auf dem Bikini Atoll?)

Schleife
by SugarShape

Seitdem ich denken kann und mich für das weibliche Geschlecht interessiere, stolpere ich immer wieder über das Wort Atombusen. Meine ältere Schwester hatte eine Freundin, die so eine Art Busen hatte. Das erzählte sie zumindest immer wieder am Esstisch. Da saß also der Mini-Curveman (noch grün hinter den Ohren, ein Drei-Käse-Hoch) am Tisch mit seinen Eltern und seiner Schwester, die ständig über dieses Phänomen plauderte. Selbstverständlich benutze sie damals das Wort Phänomen nicht, sondern beschrieb den Zustand Ihrer Freundin mit einer Mischung aus Ungläubigkeit und Unbehagen.

Ich stellte mir immer wieder vor, was wohl ein Atombusen sei? In der Schule hatte ich gelernt, dass Materie aus Atomen besteht, also aus winzig kleinen Partikeln. Was also könnte ein Atombusen sein? Ein sehr, sehr kleiner Busen? So winzig wie ein Atom?

Irgendwann kam diese Freundin uns dann einmal zu Hause besuchen und da sah ich ihn das erste Mal! Er war alles andere als klein, er war groß, er war wunderbar!

Ich kann mich heute sogar noch an den beigen Pullover erinnern, der sich über ihren üppigen Atombusen spannte. Ich hatte an diesem Tag etwas sehr wichtiges gelernt: Atombusen sind große Busen! Doch die Frage blieb, warum nennt man ihn dann Atom-Busen?

Szenenwechsel

Die Badesaison naht! Die Sonne zeigt sich jeden Tag länger, es wird wärmer und Frauen tragen (wenn man Glück hat) das mit Abstand weiblichste Kleidungsstück der Geschichte: den Bikini!

Großartig, denn ich liebe Bikinis. B I K I N I, das klingt schon so schön, nach Sonne, nach Brüsten, nach Strand, nach Südsee. Ahhh, Südsee! Das wollen wir doch noch mal gründlicher untersuchen. Bikinis sind super sexy. Ich mag diese glänzenden Stoffe, den knappen Schnitt, die Farben. Im Grunde genommen ist es im Sommer an einem Strand so, dass man alle Frauen in Unterwäsche sieht! Der Strand wird zu einem riesengroßen Boudoir. Das allein ist schon ein Grund, den Sommer zu mögen und irgendwann nach L.A. auszuwandern, wo man solche Temperaturen das ganze Jahr hat.

Louis Reard

Quelle: tumblr.com

1946 hat der Franzose (typisch) Louis Réard den Bikini erfunden. Für mich fällt dieser Mann in die Kategorie „Helden des Alltags“. Ich meine, das ist ein Mann der unsere Welt wirklich schöner und reicher gemacht hat, doch wer kennt seinen Namen schon? Ich bin daher für einen jährlichen Feiertag zu Ehren von diesem Erfinder. Ewiger Ruhm und Ehre für Louis Réard!

Den Namen hat der Bikini übrigens von einer eher grausamen Zeiterscheinung. Der kalte Krieg war 1946 schon in vollem Gange und die USA wollten unbedingt ihre immer moderneren Atombomben testen. Und weil das auf dem Festland der USA schwieriger wurde, ging man eben auf abgelegene Inseln in der Südsee. Und eins dieser wunderschönen Atolle hieß Bikini. Der Name klang wohl auch in den Ohren von Louis nach Strand, ewiger Sonne und leicht bekleideten Mädchen, deshalb nannte er seine glorreiche Erfindung nach diesem Atoll.

Ist doch sonderbar, dass so etwas Wunderschönes mit etwas ganz und gar Fürchterlichem inhaltlich verbunden, oder?

Bleibt noch eine andere Brücke: Wenn ich im Sommer umringt von Bikinis bin und sich mir eine Frau mit einem besonders eindrucksvollen Bikini nähert, denke ich immer: Bombe!

 Ich wünsche uns allen einen heißen Sommer!

 
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2 Commentss

 
  • toller artikel! und allein schon an der damaligen schauhfensterpuppe erkennt man – dammals mussten modelle nicht ganz so dürr sein wie heute! sollte man mal wieder einführen =)

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