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Curveman: Hugh, Du hängst die Latte hoch!

Schleife
by SugarShape

Man hört immer wieder, dass die Medienwelt die Selbstwahrnehmung terrorisiert. Man sieht diese ganzen Legionen superschlanker Schauspielerinnen, die mit dem perfekten Lächeln, mit „perlweißen Zähnen“ und dem perfekten Mund auf uns herunter strahlen. Alles ist wohl geformt, perfekt gekleidet, perfekt, perfekt, perfekt…

Männliche Schauspieler müssen heute nicht nur gut spielen können, sondern auch schweinemäßig gut aussehen,sportlich sein,und jeder macht dann auch noch Werbung für Haarfärbemittel und Männerkosmetik.

Als ich in den 80er Jahren erwachsen wurde, war ich ein großer Fan von Isabella Rossellini. Ich gebe zu, dass ich nicht nur ihre Schauspielkunst bewunderte, sondern, na ja, ich hätte ihr damals auch gerne meine Modelleisenbahn gezeigt. Ich mochte Ihre schönen Augen und ihre leicht schiefen Zähne. 2011 würde man so eine Frau niemals mehr in einem Film bewundern können. Wahrscheinlich hätte sich Isabella, wenn sie sich heute als junge Schauspielerin einen Weg nach oben kämpfen würde, auf Anraten ihres Managers, sofort, (noch vor ihrem ersten Casting) ihre Zähne machen lassen und vielleicht auch eine kleine Nasen-OP nach geschoben. Schrecklich, sage ich!

Hugh Jackman

Quelle: justjared.buzznet.com

Es gibt Männer, die einen besser trainierten Körper haben als ich. Das ist ein Fakt, der einem bisweilen überdeutlich präsentiert wird. Nehmt Hugh Jackman! Ich sah ihn kürzlich in „Australia“ und da gibt es diese Szene, ihr wisst schon, wo er am Brunnen, mit nacktem Oberkörper usw. Habt Ihr das Bild vor Augen? Als ich die DVD anschaute, gemütlich auf meinem Sofa saß, ein Bier in der Hand hatte, fühlte ich mich auf einmal unwohl. Ich fasste mir an meinen Bauch und schrieb mir selbst eine Erinnerung ins Gedächtnis, morgen und dann für den Rest meines Lebens, mehr zu trainieren. Ich fühlte mich in diesem Augenblick von diesem Mann verunsichert und das will etwas heißen. Ich meine, es ist doch OK wenn Leute mehr Sport machen und mehr Bauchmuskeln haben als ich. Das ist schließlich ihr Beruf!  Früher hat man sich als Mann bei Rambo, Schwarzenegger, Stallone und Co. gut und männlich gefühlt. Heute entsteht der merkwürdige Drang es mit Sport und Disziplin diesen Leinwandhelden nachzutun. Komisch, oder?

Ich mag Bradley Cooper wirklich gern, ein cooler Typ, aber ich möchte ihm am liebsten zurufen: Brad, lass doch im nächsten Film bitte Dein Hemd an, dass Bier schmeckt mir und bestimmt ein paar anderen Männern besser.

Terror und Verunsicherung funktioniert nur, wenn man mit sich selbst nicht zufrieden ist. Man sollte wahrscheinlich häufiger in eine öffentlich Sauna gehen anstatt GALA, GALA MEN, TMZ als Realität zu begreifen.

In diesem Sinn: es lebe die Vielfalt menschlicher Formen, Prost!

 
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2 Comments

 
  • Sauna ist da tatsächlich hilfreich, mach ich auch 😉

    Schön, dass mal ein Mann zugebt, dass das „sich eingeschüchtert fühlen“ von Medienikonen etc nicht nur auf Frauen zutreffen muss.
    Wir müssen uns halt alle selber ein bisschen mehr mögen 😉

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